Canyoning-Wochenende in der Schweiz

Über das verlängerte Wochenende Anfang Oktober fuhren wir zum Canyoning rund um Bellinzona in der Schweiz. In den tief eingeschnittenen Schluchten ging es bergab: teils durch Abklettern und Abseilen, teils durch Rutschen und Springen. Alle Teilnehmer waren Anfänger im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Man konnte sich überall sicher abseilen, niemand musste springen, wenn man es nicht wollte.

Zu Sechst sind wir am Freitagmorgen um 6 Uhr mit einem vollgepackten Bus losgefahren: Zelt, dicke Neoprenanzüge, spezielles Gurtzeug, Helme und jede Menge Essen – mehr hätte auch nicht mehr hineingepasst. Der erste Stopp war direkt am ersten Canyon bei Cresciano. Der Bachlauf „Boggera“ eignet sich perfekt für Einsteiger, was fast alle waren. Er ist nicht so tief eingeschnitten, so dass man jederzeit eine Pause einlegen kann. Auch sind die einzelnen Abseiler kürzer. Dennoch können alle Fertigkeiten für die kommenden Tage geübt werden. Im Wasser spürten wir auch, dass die Bergspitzen rund herum schon schneebedeckt waren. So versuchten wir uns an das doch schon sehr kalte Wasser zu gewöhnen. Besonders die Hände schmerzten, wenn man sie zu lange im Wasser hatte. Gegen 15 Uhr ging es dann zum Campingplatz, wo das Zelt aufgepumpt und Essen gekocht wurde: 1,5 kg Spaghetti mit getrockneten Tomaten und Kapern in Sahnesoße haben geradeso gereicht. Danach ging es ab ins warme Bett, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Los ging es am Samstag nach gemütlichem Frühstück um 9 Uhr ins Maggiatal nach Gordevio. Hier zogen wir uns auf dem Parkplatz neben der Hauptstraße um. Es war schon eine große Überwindung in die immer noch nassen und sehr kalten Neos zu schlüpfen. Aber beim 40-minütigen Aufstieg wurde es allen wieder warm. Der „Val Grande“ bot uns einige längere Abseiler direkt im Wasserfall. Auch die beiden mit über 20 m sehr langen Rutschen waren ein Highlight. Im Anschluss wärmten wir uns an den Felsen entlang der Maggia etwas auf und fuhren dann über die Grenze nach Cannobio. Hier schlenderten wir an der Uferpromenade entlang, aßen ein Eis und probierten uns in verschiedenen Geschäften durch verschiedene Käse- und Salami-Probierteller durch. Am Abend gab es dann noch Pizza direkt am Lago Maggiore. Wieder auf dem Camping angekommen, ging es direkt ins Bett. Die Anzüge verblieben dieses Mal im Auto – in der Hoffnung, dass sie am nächsten Morgen nicht ganz so kalt sind.

Die Nacht war leider nicht ganz so ruhig. Gegen Mitternacht erreichten uns die Ausläufer des Tiefs aus dem Norden mit reichlich Wind. Deswegen war es nicht schlimm, dass wir eh um 7 Uhr aufstehen wollten. Kurzes Frühstück, alles zusammengepackt und ab zum letzten Abenteuer – dem „Iragna“. Nach einer knappen Stunde Zustieg erwartete uns anfangs ein Sprung nach dem anderen. Zwischen 6 und 10 Metern war alles dabei. Kurz vor dem Ende gab es dann auch noch einen 40 m Abseiler mit einem großartigen Ausblick. In Rekordzeit waren wir dann wieder am Auto zurück. Zuhause in Ettlingen wurden dann noch die Neoprenanzüge und Schuhe gewaschen, bevor es für jeden nach Hause ging. Nächstes Jahr gibt es auf jeden Fall für jeden ein paar Neoprenhandschuhe!

Die Canyoning-Termine für 2026 stehen schon fest und sind online.

Wir freuen uns auf eure Anmeldung!